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Karl-Dedecius-Preis 2011 für polnische und deutsche Übersetzer an Esther Kinsky und Ryszard Turczyn


Art: Preisverleihung
Ort: Darmstadt/Stuttgart
Kontakt:
Sigrid Borck
Telefon +49(0)711 / 460 84-198
Telefax +49(0)711 / 460 84-198
presse@bosch-stiftung.de

Dr. Andrzej Kaluza

Deutsches Polen-Institut

Telefon +49(0)6151– 498513

Telefax +49(0)6151– 498510

kaluza@dpi-da.de

Link: www.bosch-stiftung.de/karldedeciuspreis




Darmstadt/Stuttgart, 28. März 2011 – Die Robert Bosch Stiftung zeichnet 2011 zum fünften Mal exzellente polnische und deutsche Übersetzer aus: dieses Jahr geht der Karl-Dedecius-Preis an Esther Kinsky und Ryszard Turczyn. Eine deutsch-polnische Jury unter dem Ehrenvorsitz von Karl Dedecius wählte diese beiden Übersetzer aus und ehrt ihre herausragenden Übersetzungen sowie ihre Vermittlungsarbeit zwischen den Nachbarländern. Der Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert und wird abwechselnd in Deutschland und Polen verliehen. Die diesjährige Preisverleihung findet am 20. Mai 2011 – dem 90. Geburtstag von Karl Dedecius - in Darmstadt statt, Veranstalter ist das Deutsche Polen-Institut.

Der Preis wurde bereits 1981 von Karl Dedecius, dem Nestor der Übersetzer polnischer Literatur und verdienten Vermittler zwischen Deutschland und Polen, und der Robert Bosch Stiftung als Preis für polnische Übersetzer ins Leben gerufen. 1992 kam ein Förderpreis für polnische Übersetzer hinzu, seit 2003 wird er als Doppelpreis für polnische und deutsche Übersetzer verliehen.

Esther Kinsky, geb. 1956, studierte Slawistik und Anglistik in Bonn und Toronto. Sie arbeitet seit 1985 als freie Übersetzerin aus dem Polnischen, Englischen und Russischen. Seit 25 Jahren hat sich Esther Kinsky kontinuierlich der Vermittlung polnischer Literatur im deutschsprachigen Raum gewidmet und bereits Werke von über 25 Schriftstellern ins Deutsche übersetzt. Für die von Dedecius herausgegebene Polnische Bibliothek, gefördert von der Robert Bosch Stiftung, übersetzte sie Werke von Jarosław M. Rymkiewicz, Julian Stryjkowski und Aleksander Wat.
Die Jury war besonders davon beeindruckt, wie Esther Kinsky es in ihren Übersetzungen gelang, der stilistischen Individualität sehr unterschiedlicher Autoren Ausdruck zu verleihen.

Ryszard Turczyn, geb. 1953, studierte Germanistik in Warschau und übersetzt, während er heute auch als Literaturagent tätig ist, seit mehr als 30 Jahren aus dem Deutschen und dem Niederländischen ins Polnische.
Turczyn übersetzte unter anderem „Die Klavierspielerin“ als erstes Prosawerk von Elfriede Jelinek in Polen, insgesamt über 30 belletristische Titel, populäre Sachbücher, etwa historische Werke von Guido Knopp, Reportagen von Günter Wallraf und Erich von Däniken, und Prosa von Wladimir Kaminer. Dazu kommen zahlreiche philosophische Texte in Anthologien sowie Theaterstücke und Hörspiele, u.a. von Ulrich Plenzdorf und Pavel Kohout.
Die Jury würdigt ihn für sein ausgeprägtes Sprachgefühl, seine beachtenswerte Sorgfalt im Umgang mit Texten, die Vielfalt der übersetzten Texte und seinen Beitrag zu den deutsch-polnischen Kulturbeziehungen.




Diese Nachricht wurde redaktionell betreut von Jo Jonas.
URL zur Zitation: http://www.theaterforschung.de/mitteilung.php4?ID=641
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