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Theatergeschichtliche Sammlung und Hebbelsammlung Kiel Rubrik: Museen Strasse: Leibnizstraße 8 PLZ: 24118 Ort: Kiel Land: Deutschland Email: ameier@litwiss-ndl.uni-kiel.de Telefon: 0431/880-2317 Link: www.ndl-medien.uni-kiel.de/theaterwiss/theaterwissenschaft.htm Gegruendet: 1924
Die in der derzeitigen Form existierende Theatergeschichtliche Sammlung ist nicht als Museum, sondern aus räumlichen Gründen als Archiv eingerichtet. Es ist dem Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität Kiel angegliedert, das auch Theaterwissenschaft lehrt.
Die Sammlung ist aus dem Kieler Theatermuseum hervorgegangen, das 1924 eröffnet wurde. 1926 wurde die Hebbelsammlung angeschlossen.
Folgende Dokumente der Theatergeschichte sind als Bestandteil der Sammlung erwähnenswert:
• Theaterstiche von der Renaissance bis zur Gegenwart, z.B. die Veduten Galli da Bibienas, Israel Silvestres "Plaisirs de L' Isle Enchantée", die Dokumentation eines Hoffestes 1664 in Versailles mit barocken Feuerwerken, Umzügen und Theateraufführungen Molières.
• Bühnenbildentwürfe Schinkels und des Theatermachers Döll zur Uraufführung von Wagner-Opern am Königlich-Bayerischen Opernhaus zu München.
• Protokolle des Berliner Naturalistenvereins "Durch".
• Aquarelle, Kreidezeichnungen, Druckgraphiken, Ölgemälde u.v.m.
Das Theater der klassischen Moderne ist vertreten durch:
• ca. 300 zeitgenössische Photographien des Deutschen Theaters Berlin (Geschenk Max Reinhardts)
• Bühnenbildentwürfe Pirchans zu Inszenierungen Leopold Jessners
• Hans Holtorfs Mappenwerke zu Shakespeare-Komödien
• Bühnenbildentwürfe Caspar Nehers zu Brechts Komödie "Mann ist Mann"
• Regiebücher (Schauspiel), Bühnenbilder, Figurinen
Die zeitgenössische Oper wird im Wesentlichen repräsentiert durch:
• Bühnenbildmodelle und Kostümentwürfe von Gottfried Pilz
• Regiebücher verschiedener Regisseure.
Im Weiteren umfasst die Sammlung einen großen Bestand an ca. 20.000 Theaterzetteln, Theaterprogrammen und Theaterfotographien verschiedener Spielstätten, insbesondere des Kieler Schauspielhauses und der Kieler Oper der 50er, 60er, 70er Jahre.
Darüber hinaus besitzt die Theatersammlung eine beachtliche Anzahl an Handschriften von Literaten, Künstlern, Theaterdirektoren und Komponisten des 19. Jahrhunderts.
Zur Hebbelsammlung, die als Ergänzung zum Hebbelmuseum in Wesselburen anzusehen ist, gehört ein Teil des Familiennachlasses, so Hebbels Bibliothek, Handschriften, persönliche Gegenstände, eine umfangreiche Korrespondenz mit Zeitgenossen und Hebbel-Erstausgaben.
Öffnungzeiten: nach Vereinbarung
Verzeichnisdatum: 16.10.2006
Typ: Sammlung Land: Deutschland Sprache: Deutsch Klassifikation: Theatergeschichte: Primärquelle Epochale Zuordnung: epochal übergreifend
Diese Nachricht wurde redaktionell betreut von Verena Sitz. URL zur Zitation: http://www.theaterforschung.de/institution.php4?ID=712 Copyright by www.theaterforschung.de
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