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Berufsbegleitende Weiterbildung in Drama- und Theatertherapie


Rubrik: Ausbildung / Lehre
Strasse: Fachhochschule Dortmund – FB 8, Prof. Dr. Lili Neumann, Emil - Figge - Straße 44
PLZ: 44227
Ort: Dortmund
Land: Deutschland
Email: neumann@fh-dortmund.de
Telefon: 0049 (0)231 755 5190
Gegruendet: September 2005




Ein Angebot der Fachhochschule Dortmund (University of Applied Sciences) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Theatertherapie (DGfT)

Die Drama- und Theatertherapie ist eine in den vergangenen 40 Jahren v.a. in den USA und England entwickelte handlungsorientierte Therapieform, die eine fruchtbare Verbindung zwischen der ursprünglichen Heilfunktion des Theaters und den Verfahren moderner Psycho- und Sozialtherapien herstellt.
Der therapeutische Prozess wird dabei als kreativer Prozess verstanden, bei dem neue Zugänge zu vorhandenen Ressourcen gesucht werden und der gegenwartsbezogene Aspekt im Vordergrund steht. Spielerische und körperorientierte Methoden überwinden die Grenzen des rationalen Verstehens und setzen schwerpunktmäßig im nichtsprachlichen Bereich an. So können emotionale Aufgeschlossenheit erreicht, Widerstand gelöst und neue Perspektiven gewonnen werden.

Veranstaltungsort ist Dortmund (außer die Sommerakademien).

Zielgruppe:
Diese berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an Personen, die in heilenden Berufen tätig sind (ÄrztInnen, TherapeutInnen) pflegerische Berufe, an Sozial- und andere PädagogInnen, an Künstler/ SchauspielerInnen, im Management Tätige.

Inhalt:
A. Künstlerisches Theater-Handwerk: Körperarbeit, Atem-, Stimm-, Sprach- und Textarbeit, Schauspieltechniken,
Szenen- und Rollengestaltung, Theaterformen,
Inszenierung/Regie.
B. Grundlagen des therapeutischen Handwerks:
Diagnostik, Interventionstechniken/Krisenintervention, Gruppendynamik, therapeutische Beziehung und Haltung.
C. Theater- und dramatherapeutische Methoden und ihre Indikation in sozialen und therapeutischen Handlungsfeldern: Analyse von Körper- und Symptomsprache,
therapeutische Szenenanalyse, Rollendiagnostik, dramatherapeutische Prozessbegleitung, theatrale Intervention, Arbeit mit Ritualen und imaginativen Verfahren.

Struktur der Weiterbildung:
Die Weiterbildung dauert drei Jahre und besteht aus
• 16 Modulen á 4 Tagen (Mittwochabend bis Sonntagmittag)
• drei dieser Module bestehen aus der von der DGfT jährlich an der Akademie Remscheid durchgeführten Sommerakademie, einem 4-tägigen Symposion zu aktuellen Dramatherapieansätzen in Theorie und Praxis
• Selbstorganisierten regionalen Lern- und Intervisionsgruppen
• einem Praktikum/Hospitation
• der Anwendung und Erprobung des Gelernten in einem eigenen Praxisfeld mit begleitender Supervision ab dem zweiten Jahr.

Teilnahmevoraussetzung:
• Mindestalter 25 Jahre
• abgeschlossene Berufsausbildung
• Grundlagenausbildung in Theaterpädagogik nach BUT oder vergleichbare theaterpädagogische Vorerfahrungen. Ausnahmen werden über Sonderregelungen durch die DGTT verhandelt.
• Teilnahme an einem der Zulassungsseminare bzw. einem Einzelkolloquium
• mind. 60 Stunden Eigentherapie (können auch während der Ausbildungszeit absolviert werden).

Abschluss:
Die Weiterbildung wird abgeschlossen mit
• einer schriftlichen Arbeit
• einem praktischen Teil in Form einer Arbeitsdemonstration oder einer Performance/Aufführung
• einem mündlichen Abschlusskolloquium.
Sie erhalten ein Zertifikat von der FH Dortmund in
Kooperation mit der DGfT, das den Abschluss als
„Drama- und Theatertherapeut/in in sozialen und
therapeutischen Arbeitsfeldern“ bescheinigt.
Die Anerkennung durch den Bundesverband Theaterpädagogik (BUT1100 Stunden) ist angestrebt.

Mitarbeiter:
Johannes Junker
Leitender Kreativtherapeut in den Rheinischen Kliniken Bedburg-Hau, Dozent an der Hochschule Arnheim/Nimwegen (NL).

Gandalf Lipinski
Diplom als Schauspieler an der Staatl. Hochschule in Hannover, Ausbildung in Gestalttherapie, seit 25 Jahren Lehrer für Körpertheater und Rituelles Spiel, seit 12 Jahren theatrale Tiefenarbeit, Naturerfahrung und Ritualgestaltung.

Ingrid Lutz, MA
Theaterpädagogin (Dipl. Päd.), Ausbildung in Psychodrama, Schauspiel und Regie, Fortbildungen in
syst. Familientherapie, Gestalttherapie und körperorientierten Verfahren.

Doris Müller-Weith
Schauspielerin, Gestalttherapeutin, Supervisorin, seit 1986 Praxis für Gestalt- und Theatertherapie in Bremen, seit 1995 Ausbilderin für Theatertherapie am Hamburger Institut für gestaltorientierte Weiterbildung (HIGW).

Lilli Neumann, Prof. Dr.
Professorin für Kunst- und Theaterpädagogik / -therapie an der FH Dortmund, Ausbildungsleiterin der Weiterbildung in Theatertherapie an der Kölner Schule für Kunsttherapie (DGKT).

Bettina Stoltenhoff-Erdmann
Dramatherapeutin in den Bereichen Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik des Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Lehrbeauftragte für Dramatherapie im klinischen Bereich an der FH Dortmund.

Angelika Wehr-Koita
MA Intercultural Communication, Dozentin für Theaterpädagogik/-therapie und -anthropologie, mehrjährige Feldforschungen in Westafrika, Trainerin für Friedenskräfte.

Gesamtleitung:
Prof. Dr. Lilli Neumann (FHDO)
Bettina Stoltenhoff-Erdmann (DGfT)

Termine:
Zulassungsseminare:
23./ 24.06.2005 Zulassung I oder
25./ 26.06.2005 Zulassung II

Module
21.09.-25.09.05 Bühne als therapeutischer Raum
07.12.-11.12.05 Körperwahrnehmung/Körperausdruck
22.02.-26.02.06 Archaische Figuren, Muster und Gefühle
05.04.-09.04.05 Rollenmodelle/Rollenarbeit
15.06.-18.06.06 Sommerakademie: Biographie: Raum – Zeit – Weg
06.09.-10.09.06 Körpertheater I
15.11.-19.11.06 Die Rolle des Therapeuten
28.02.-04.03.07 Therapeutische Dramaturgie
25.04.-29.04.07 Der Aufführungsprozess
07.06.-10.06.07 Sommerakademie: Dramatherapie in sozialen Arbeitsfeldern
05.09.-09.09.07 Szenische Intervention in Extremsituationen
31.10.-04.11.07 Sucht und Gewalt
27.02.-02.03.08 Psychodynamik
23.04.-27.04.08 Supervision
05.06.-08.06.08 Sommerakademie: Spiritualität, Ritual – Das Fremde und das Eigene
10.09.-14.09.08 Abschlusskolloquium

Kosten.
5100 € Gesamtsumme (ohne Supervision) in vierteljährlichen Raten zu 425 € zahlbar, Zulassungsseminar 150 €

Anmeldung über o. g. Adresse.

Für inhaltliche Fragen steht zur Verfügung:
Bettina Stoltenhoff-Erdmann
Mobil-Tel.: 0177 / 71 33 00 0
E-Mail: bettinastoltenhoff@freenet.de

Für Finanzangelegenheiten:
Jutta Saphörster
Tel.: 0231 / 9112 - 348
E-Mail: saphoerster@fh-dortmund.de


Verzeichnisdatum: 31.01.2005



Typ: Berufsbegleitende Weiterbildung
Land: Deutschland
Sprache: Deutsch
Thematischer Schwerpunkt: Theater-, Dramatherapie


Diese Nachricht wurde redaktionell betreut von Thomas Bitterlich.
URL zur Zitation: http://www.theaterforschung.de/institution.php4?ID=245
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