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Musiktheater als Chance. Peter Konwitschny inszeniert Ort: Berlin Verlag: Akademie der Künste Jahr: 2008 Autor(en): Anja Oeck Link zur Rezension: http://www.theaterforschung.de/rezension.php4?ID=530 ISBN: 978-3-88331-122-7 Umfang / Preis: 224 Seiten / EUR 22.00
 Peter Konwitschnys Musiktheater berührt und rüttelt auf. Sein existentielles Engagement lässt sein Theater stark in uns wirken. Konwitschny weitet unseren Blick: Die allzu oft als privat verstandenen Opernsujets macht er zu gesellschaftlichen Angelegenheiten. So gibt er den Stücken ihre Trageweite zurück und legt ihre ursprünglichen Anliegen frei. Dass es ihm dabei immer um etwas Existentielles geht, überträgt sich in den Proben auf die Schaffenden und in den Aufführungen auf das Publikum. Seine Inszenierungen basieren auf langfristiger Vorbereitung, auf genauem Handwerk, Detailarbeit, Einsatz und Mut. Auf der Bühne sieht am Ende alles ganz leicht aus. Wie es dazu kommt, wie Konwitschny den Prozess vom Regieauftrag bis zur Aufführung gestaltet, beschreibt dieses Buch anhand von Inszenierungsbeispielen.
Anja Oeck, die bereits als Musikdramaturgin und Musikrezensentin der FAZ und dpa gearbeitet hatte, lernte Peter Konwitschny im Mai 2000 kennen. Sie begleitete den Opernregisseur über Jahre in Seminaren und Proben und beobachtete das Entstehen seiner Inszenierungen.
Das Buch enthält darüber hinaus ein Interview mit Peter Konwitschny, Texte von Bettina Bartz, Ruth Berghaus, Marlis Petersen, Albrecht Puhlmann, Gerd Rienäcker, Wolfgang Schöne, Jutta Wübbe, ein Inszenierungsverzeichnis sowie ein Verzeichnis der pädagogischen Tätigkeiten von Peter Konwitschny. Zahlreiche Fotos von Nikolaus Brade und anderen Fotografen veranschaulichen den Text.
INHALT
6 Einleitung
8 Ruth Berghaus: Laudatio auf Peter Konwitschny anlässlich der Verleihung
des Konrad-Wolf-Preises der Akademie der Künste (Ost) am 25. Februar 1993
11 I Haltung beziehen
25 Gerd Rienäcker: Peter Konwitschny – Marxist und Realist
28 II Musiktheater politisch machen
49 Albrecht Puhlmann: Selbständig denken!
52 III Im Mittelpunkt: Der Mensch im Kontext seiner Gesellschaft
70 Bettina Bartz: Darf ein König albern sein?
73 IV Im Team neue Konzepte entwickeln
87 Jutta Wübbe: Marlene Jaschke auf der Opernbühne
89 V Allzu Vertrautes verfremden
132 Wolfgang Schöne: Markenzeichen Musikalität
134 VI Die Musik als Regieanweisung
155 Marlis Petersen: Grenzen zwischen Oper und Realität zerfließen
156 VII Partnerschaft auf Zeit: Mit den Sängern am Ergebnis feilen
161 Nikolaus Brade. Probenfotos
185 VIII Interview mit Peter Konwitschny Fragen! – Antworten?
Anhang
200 Biographie
202 Inszenierungsverzeichnis bis Juli 2008
217 Verzeichnis pädagogischer Arbeiten bis Juli 2008
221 Bibliographie
223 Register der inszenierten Stücke
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Diese Nachricht wurde redaktionell betreut von Jo Jonas. URL zur Zitation: http://www.theaterforschung.de/annotation.php4?ID=950 Copyright by www.theaterforschung.de
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