NACHRICHTEN PUBLIKATIONEN RESSOURCEN INSTITUTIONEN BEITRÄGE NEWSLETTER-ARCHIV

PUBLIKATIONEN
Rezensionen

Neuerscheinungen

Suche


Suche in:

Die Internetpräsenz zu Premieren
Linktipps
polnische Pflegekräfte
Mitteilen / Ankündigen
Veröffentlichen Sie hier Ihre eigenen Mitteilungen und Termine.
Newsletter
Email-Adresse:


 
Mitarbeiten
Sie möchten in der Redaktion von Theaterforschung mitarbeiten?
Login
Username:

Passwort:


Neuerscheinungen

Theaterhistoriographie: Kontinuitäten und Brüche in Diskurs und Praxis


Ort: Tübingen
Verlag: Gunter Narr Verlag
Jahr: 2007
Autor(en): Friedemann Kreuder
Herausgeber: Friedemann Kreuder, Andreas Kotte, Stefan Hulfeld
ISBN: 978-3-7720-8212-2
Umfang / Preis: 328 Seiten / EUR 59.00 / SFR 93.00




Gewöhnlich markieren der “Ursprung" oder das “Ende" von bestimmten theatralen Praktiken Eck- und Drehpunkte theaterhistorischer Darstellungen. Dabei werden die theoretischen Präsumtionen entsprechender Befunde kaum reflektiert, obwohl gerade in ihnen oft Grundpositionen der literaturzentrierten oder fortschrittsorientierten Historiographie weiter wirken.Woran sind aber Diagnosen zum Werden und Vergehen von Theaterformen überhaupt festzumachen? An der äußeren Erscheinungsform? An Bezeichnungen? An der Dokumentationslage? An der Funktion? An der Integration theatraler Praktiken in ein bestimmtes soziokulturelles Umfeld, also beispielsweise an den Trägerschaften oder am adressierten Publikum? Die Beantwortung solcher Fragen bestimmt letztlich darüber, ob der Verlauf von Theatergeschichte eher in weit verzweigten Transformationen innerhalb einer “longue durée" oder in klar umrissenen Perioden gedacht wird. Aber nicht nur in der Formulierung von diachronen Verlaufslinien ist das Problem virulent, sondern auch in der synchronen Erforschung der Interdependenz verschiedener Theatertypen bzw. des Verhältnisses von theatralen Praktiken zu medialen Formen der kulturellen Kommunikation.Anhand von Untersuchungen zu Fallbeispielen aus unterschiedlichen Epochen von der Antike bis zur Postmoderne wird in dem geplanten Sammelband einerseits Theater im kulturellen Kontext problematisiert und werden andererseits theoretische Grundlagen unserer historisierenden Annäherungen an Theater reflektiert.Der Band versammelt damit nicht nur Einzelstudien namhafter Spezialisten zu den einzelnen Epochen und wendet sich damit an Fachwissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen – er kann auch von Studierenden als Einführung in unterschiedliche Methoden der Theaterhistoriographie, wie sie am jeweiligen Beispiel erläutert werden, gelesen werden.

      7   Einleitung

    15   ANDREAS KOTTE
          Kontinuität im Wandel

    45   HEIDY GRECO-KAUFMANN
          Von paraliturgischen Handlungen zum barocken Schauereignis
          Genese und Entwicklung des Luzerner Osterspiels

    89   STEFAN HULFELD
          Paris 1697/1716 – Neue Szenen des alten „Théâtre Italien“

  115   FRIEDEMANN KREUDER
          „Laßt uns Gedichte thun, nicht dichten!“
          Zur kulturhistorischen Bedeutung des „National-Bürgertheaters“ der Mainzer Jakobiner

  133   PETER W. MARX
          Zur Proliferation des bürgerlichen Theaters im 19. Jahrhundert

  151   STEFANIE WATZKA
          Baruch, Sliwinski und Co.
          Serielle Theaterproduktion an der Wende zum 20. Jahrhundert

  179   CORINNA KIRSCHSTEIN
          Ein „gefährliches Verhältnis“ – Theater, Film und Wissenschaft in den 1910er und 1920er Jahren

  191   UTA SCHORLEMMER
          Masken des Ich auf der Bühne – Offenbarung und Potenzialität.
          Zum Problem der Selbstinszenierung im Theater Tadeusz Kantors in Bezug auf Geschichte und Erinnerung

  215   CONSTANZE SCHULER
          Zur Rezeption barocker Theaterästhetik bei den Salzburger Festspielen: 1922-1973

  235   ANJA KLÖCK
          Historiographie der Körper(ver)formungen:
          Institutionen, (Körper)Politik und Schauspielkunst in Deutschland nach 1945

  259   JOACHIM FIEBACH
          Entstehen und Vergehen. Zum modernen Wandertheater in Westafrika

  279   BIRGIT WIENS
          Mediale Umbrüche und die Krisen des Betrachters
          Diskrepanzen zwischen Medienkonvention und Bildwirkung als Problem der Theaterhistoriographie

  311   SABINE SÖRGEL
          Tanz-Genealogien: Tanz(Ge)schichte(n) von Kurt Jooss zu Sasha Waltz

Anmerkungen:
Band 36 der Reihe "Mainzer Forschungen zu Drama und Theater"



Spam melden

Diese Nachricht wurde redaktionell betreut von Jo Jonas.
URL zur Zitation: http://www.theaterforschung.de/annotation.php4?ID=757
Copyright by www.theaterforschung.de