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Neuerscheinungen

Krumme Geschäfte: Kleist, die Schrift, das Geld und das Theater


Ort: Würzburg
Verlag: Verlag Königshausen & Neumann
Jahr: 2005
Autor(en): Georg Tscholl
ISBN: 3-8260-3095-8
Umfang / Preis: 200 Seiten / EUR 29.80 / SFR 52.20




Geld ist nur ein Versprechen, magisch vielleicht und bezaubernd wie Poesie, aber genauso unzuverlässig, ohne Gewähr und sowieso ein antimimetisches Medium. In dem spielen auch die Texte Heinrich von Kleists. Sie stoßen sich zu, illustrieren nicht und bilden prinzipiell keine - schon gar nicht seine - Erfahrungen ab. Die Kleist-Forschung interessierte sich zwar für Kleists politische Position im Umfeld der preußischen Reformen, vernachlässigte aber seine Beziehung zum Königsberger Professor für Finanz- und Staatswirtschaft, dem einflussreichen Anhänger Adam Smith'scher Ideen, Christian Jacob Kraus (1753-1807). Inzwischen ist Kleist einer seiner bekanntesten Schüler. Einem Verhältnis, dem in erster Linie ästhetisch und besonders anhand ausgesuchter Briefe und journalistischer Texte, des Michael Kohlhaas sowie des "Variant" zum Zerbrochnen Krug Rechnung getragen wird. So kann die Arbeit der Kleist'schen Schrift, die Un- bzw. Möglichkeiten ihres Geschäfts, das sie radikal - bis hin zu einer modernen, auch buchstäblich liberalen Poetologie - betrieb, gelesen werden. Schließlich werden Kleist-Texte überhaupt erst auf einem "unsichtbaren Theater" (Goethe) zu sehen sein, einem Theater, das dann nichts anderes tut als Theater zu sein.
(Verlagstext)

Inhalt:

Vorspiele

      9   1. Ein Liebhaber in allen Gestalten (1812)
    10   2. Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden
    11   3. Die Schrift, das Geld und das Theater

Erster Teil: Königsberg

    15     1  "Das Geschäft meines Lebens"
    18     2  "unfähig zu jedem Geschäft"
    21     3  Tanzende Sprengsätze
    29     4  Druckbuchstaben
    35     5  Heinrich von Kleists Versagen
    37     6  Post von Nietzsche
    42     7  "Das ganze Geschäft des Dichtens" (Zeit, Schriften)
    49     8  Adam Müllers Stimme
    62     9  Unheimliche Empfehlungen
    64   10  (Mit) Freud lesen
    72   11  Vom (Über-) Lesen

Zweiter Teil: Kohlhaasenbrück

    77   12  M i c h a e l K o h l h a a s (Zugleich I)
    80   13  Zugleich II
    92   14  Das achtzehnte Mal
    96   15  Um 1800
  106   16  Spezialisten (Ch.J.Kraus)
  119   17  "Das Geschäft des Schreibens"
  123   18  Um 9800 v. Kleist
  127   19  Eine regelrechte Kunst
  135   20  Abfälle


Dritter Teil: Bei Utrecht

  139   21  (Adam und) Eve
  148   22  Out of joint
  151   23  Banknotenscheine. Ein Abriss
  155   24  Wahres Geld
  163   25  Falsches Geld
  166   26  Verrücktes Geld
  169   27  Walters Geld
  179   28  Schluss: Mit la Sainte-Chapelle & Co

Anhang: Siglen, Bibliographie

Anmerkungen:
Band 546 der Reihe "Epistemata Literaturwissenschaft"



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Typ: Monographie (Print)
Sprache: Deutsch
Epochale Zuordnung: 18. / 19. Jahrhundert
Thematischer Schwerpunkt: Kleist, Heinrich von


Diese Nachricht wurde redaktionell betreut von Jo Jonas.
URL zur Zitation: http://www.theaterforschung.de/annotation.php4?ID=320
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